Entstehungsgeschichte zu "Urlaub in der Apokalypse 4"

Dieses Buch war ein Wagnis, denn sämtliche Leser wollten nach Teil 3 wissen, wie es mit Karl weitergeht. Anstatt eine direkte Fortsetzung zu schreiben, faszinierte mich jedoch der Ansatz eines Neustarts. Ich musste dem inneren Drang einfach nachgeben, den Ausbruch in Deutschland minutiös und in all seiner Beklemmung zu schildern. Außerdem hielt ich es für wichtig, Karls Töchtern ein Gesicht zu geben.

 

Das ist aber nur die halbe Wahrheit – das gebe ich hier einfach mal zu –, denn ich hatte ziemlichen Respekt vor dem Recherche-Overkill, den eine direkte Fortsetzung mit sich gebracht hätte. Ich wollte die Sache aufschieben, zumal die Verkaufszahlen rückläufig waren. Eine direkte Fortsetzung hätte diesen Trend wohl verfestigt.

 

Mein Traum, endlich vom Schreiben Leben zu können, ist in diesen Momenten in weite Ferne gerückt, und das ernsthafte Schreiben parallel zum Job fing an, mich wirklich zu erschöpfen – was freilich nie am Schreiben lag, sondern immer am Job (mehr dazu in der Entstehungsgeschichte zu "Opfertränen").

Ich brauchte also zwingend neue Leser, die aufgrund des Deutschland-Szenarios hellhörig werden. Dafür brauchte ich ein Buch, das ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Diese Nummer hätte natürlich auch schiefgehen können. Ist sie aber nicht. Im Nachhinein wage ich zu behaupten, Band 4 hat die Reihe gerettet, denn mit diesem Band ging es wieder bergauf – auch was die früheren Bände anging –, und mit meiner Motivation, nicht aufzugeben, ebenfalls.